Nach dem Vulkanabenteuer ging es nun weiter in den Dschungel. Unser Hostel war im kleinen Dörfchen Lanquin inmitten des Dschungels. Da es hier leider keine Möglichkeit gab an Geld zu kommen und wir natürlich zuwenig dabei hatten, mussten wir in eine zwei Stunden entfernte Stadt fahren. Somit ging ein ganzer Tag drauf, nur um Geld zu holen. Aber solche Erlebnisse gehören nunmal beim Backpacking dazu. Die Stadt war aber auch interessant und ich konnte mir in einem Fotogeschäft eine neue Speicherkarte kaufen, da ich die Fotos des Vulkans nicht verlieren wollte.

 

Semuc Champey

Am darauffolgenden Tag gingen wir nach Semuc Champey. Semuc Champey ist ein Naturschutzgebiet in Guatemala. Es gibt hier verschiedene Pools mit unterschiedlicher Tiefe. Es wird vom Fluss Rio Cahabon gespeist. Der grösste Teil des Flusses fliesst in einem Höhlensystem unter den Pools durch, während ein kleiner Teil durch die Pools fliesst.
Im Naturschutzgebiet gibt es diverse Attraktionen. Nebst der Aussichtsplattform und den Pools kann man auch eine Höhlentour mit nur jeweils einer Kerze in der Hand machen, von einer Tarzanschaukel springen oder von einer hohen Brücke in den Fluss springen. Über die Brücke waren wir uns nicht einig, der Tourguide sagte es seien 15 Meter. Wir dachten jedoch eher an 10 bis 12 Meter. Aus anderen Quellen haben wir dann auch nur 8 Meter war genommen. Aber ziemlich sicher ist der Flusspegel nicht immer gleich hoch, daher kommen wohl auch unterschiedliche Höhenangaben, auch wenn es kaum 4 Meter Unterschied sein kann. 😉
Auf jeden Fall waren die Attraktionen sehr interessant und lustig – aber auch schmerzhaft, z.B. die Tarzanschaukel…

Semuc Champey

Semuc Champey

Semuc Champey

Semuc Champey

Tikal

Nach Lanquin und Semuc Champey gings weiter nördlich nach Flores. Dort war das Ziel die Maya-Stätte Tikal anzuschauen. Zur Auswahl gibt es drei Varianten. Sehr früh aufstehen und den Sonnenaufgang auf einem Tempel erleben, normal aufstehen und die Tempel nur am Tag anschauen oder nach dem Mittag aufbrechen und dann den Sonnenuntergang auf einem Tempel erleben.
Wir entschieden uns für die Sonnenuntergangstour. Wir mussten so nicht zu früh aufstehen und konnten die Wäsche machen. Dann am Nachmittag gings los. Eine einstündige Fahrt mussten wir ertragen, war aber nicht schlimm, es gab eine Klimaanlage und die Fahrt war interessant, da der grösste Teil der Fahrt durch den Dschungel ging. Nach der Autofahrt war man aber nicht inmitten der Tempel, sondern man musste noch etwas laufen bis man zu den ersten kleineren Tempel kam. Wir haben zwar eine geführte Tour gebucht, aber wir entschieden uns alleine die Stätte zu erkunden. Wir wollten frei sein und Andrin hatte einen Reiseführer von Guatemala mit vielen Informationen. Wir hatten also danach keine Wissenslücke. 😉

Tikal

Tikal – der „Dorfplatz“

 

Je weiter wir liefen, desto grösser wurden die Tempel. Bei den meisten Tempeln durfte man nicht über die ursprünglichen Treppen hinaufsteigen. Sie waren schlicht zu steil und deshalb auch zu gefährlich. Stattdessen bauten die Guatemalteken Holztreppen. Die Aussicht von den Tempeln war schlicht atemberaubend. Aber das Highlight stand ja noch an.

Tikal

Tikal

Und tatsächlich, das erwartet Highlight hat uns sprachlos gemacht. Der Sonnenuntergang war schlicht atemberaubend. Den Dschungel konnte man weit überblicken.

Sonnenuntergang auf einem Tempel

Sonnenuntergang auf einem Tempel

 

Der Rückweg war dann wiederum interessant und teils angsteinflössend. Mit jeweils nur einer Taschenlampe – einige hatten auch keine. Die haben wohl nicht daran gedacht, dass nach einem Sonntenuntergang dunkel wird 😉 – bewaffnet kämpften wir uns zurück zum Minibus. Immer wieder haben Tiere gehört und gesehen. Eine kleine Schlange fiel fast auf Andrin, was der ganzen Gruppe einen kurzen Schock bereitet. Aber schnell lachten wir nur noch darüber.

 

Fazit Guatemala

Guatemala war jedoch sehr interessant und spannend. Für Abenteurer und Backpacker ein Muss! Von der anfänglichen Angst der hohen Kriminalitätsrate war eigentlich nichts zu spüren. Wir hatten nie Probleme. Die Eindrücke, die ich aus diesem Land mitnahm werde ich wohl noch mein Leben lang zu erzählen wissen. In diesem Land war ich kaum das letzte Mal!

Da ich jetzt ein kleines Fazit über Guatemala schrieb, ist es offensichtlich, dass die Reise in Guatemala endete. Weiter ging es nach Belize und zwar bereits um 5 Uhr am nächsten Morgen. Dachten wir zumindest… Wie es weiter geht erfährt ihr im nächsten Post.

 

 

Weitere Posts zur Reise “Guatemala, Belize, Mexiko & NYC”:
Part 1: Guatemala City, Antigua und Atitlan See
Part 2: Acatenango Vulkan
Part 3: Dschungel und die Mayas
Part 4: Belize, All Inclusive & NYC