Unseren viertägigen Roadtrip durch Lettland starteten wir am Flughafen in Riga. Noch am selben Tag fuhren wir zu unserer Unterkunft in Jurmala. Weiter ging es jeweils in einer Tagesetappe nach Ventspils und Sigulda. Anschliessend verbrachten wir drei weitere Tage in der Hauptstadt.

Am Morgen des dritten Tages in Lettland fuhren wir zuerst an den Hafen von Ventspils. Dort konnten wir neben dem grossen und leeren Parkplatz auf ein ausrangiertes Schiff steigen und den Hafen überblicken. Angenehm war es jedoch nicht, da der Wind so stark blies, dass man kaum stehen bleiben konnte. Der Ort hatte aber noch unangenehmeres zu bieten.

Der Hafen von Ventspils - Panoramabild aus acht Einzelbildern

Der Hafen von Ventspils – Panoramabild aus acht Einzelbildern

Auf der anderen Seite des Parkplatzes hatte es eine Sanddünne. Diese ist seit dem Sommer (vermute ich zumindest) so stark gewachsen, dass sogar von einer Treppe kaum mehr was zu sehen war. Dahinter befand sich ein Strand mit einem grossen Kinderspielplatz. Durch den starken Wind blies es die ganze Zeit Sand durch die Gegend. Die Kamera hatte ich dadurch immer in meinem Windschatten, sodass ja kein Sandkorn die Kamera berührt – was mir aber nicht so ganz gelang. Bei der Weiterfahrt im Auto musste ich sie dann zuerst mal richtig reinigen. Aber es hat sich allemal gelohnt, die Bilder von diesem Ort finde ich auf eine speziell Art sehr schön.

Strand von Ventspils

Strand von Ventspils – im Winter ein sehr unangenehmer Ort

Strand von Ventspils

Strand von Ventspils

Strand von Ventspils

Strand von Ventspils

Die Weiterfahrt führte uns ohne Stopp bis Talsi, wo wir in einem Restaurant zu Mittag assen. Danach ging es ohne Halt via Riga nach Sigulda (ca. 1 Stunde östlich von Riga). Sigulda ist der Wintersportort in Lettland schlechthin und man nennt die Gegend auch die Lettische Schweiz. Daher dachten wir, dass es bestimmt viele Touristen hätte. Aber denkste, wir waren im Hotel zwar nicht alleine, aber ausgebucht war es noch lange nicht. Ok, es hatte auch keinen Schnee. 😉

Mitten in Riga

Mitten in Riga

Nachdem wir auch hier kein aktives Nachtleben fanden, tranken wir ein Bier an der Hotelbar und gingen danach in die Zimmer und sahen uns einen Film an. Am nächsten Morgen probierten wir zuerst den Hotelpool aus. Nachdem wir ihn für gut befunden haben, testeten wir das Frühstück. Dieses Mal gab es sogar ein Buffet und es war lecker! Somit konnten wir gestärkt die Sehenswürdigkeiten von Sigulda (vor allem Schlösser) anschauen.

Das Neue Schloss, seit einigen Jahren waltet hier der Stadtrat, fand ich persönlich ziemlich schön. Dahinter versteckte sich eine mittelalterliche Burgruine, wo wir 0.73 Euro Eintritt bezahlten. Wir waren komplett alleine (wie eigentlich bei allen Sehenswürdigkeiten), was das ganze nochmals spezieller machte. War definitiv cool!

Das Neue Schloss

Das Neue Schloss – da es aus sechs Bildern besteht und ich etwas zu nahe am Objekt stand, ist das Bild verzerrt.

Weiter ging es mit dem Auto ins Tal (ca. 40 Meter Höhenunterschied, was dann auch etwa die hügelige Landschaft in Sigulda ausmachte) und nach dem Fluss gleich wieder 40 Meter hoch zum Museumsreservat Turaida, wo sich ebenfalls eine alte Burgruine befand. Auch hier war der Eintritt äusserst günstig und auch hier waren wir alleine.

Im Museumsreservat Turaida

Im Museumsreservat Turaida

Zum Schluss suchten wir das Skigebiet und die Bobbahn auf. Auch hier war es leer, was uns aber definitiv nicht wunderte. Es war einfach zu warm für den Schnee.

Ansatzweise kann man die Gegend als Lettische Schweiz bezeichnen, aber wir fühlten uns nicht heimisch. 😉

Danach ging es retour nach Riga. Das Appartement für die nächsten Tage musste übernommen und das Auto zurückgebracht werden. Dann endlich fanden wir auch ein sehr aktives Nachtleben.

Wir vor dem Skigebiet in Sigulda

Wir vor dem Skigebiet in Sigulda