Wir waren kaum 15 Minuten mit dem Mietauto in Malaga unterwegs, schon hatten wir die erste Panne. Ein etwas hoher Randstein war zu viel für ein Rad, der Reifen verlor ziemlich schnell Luft.

Der Flug mit Swiss dauerte etwas unter drei Stunden, das Warten am Flughafen auf den Shuttle zur Mietwagenfirma gefühlt etwa gleichlang. In Malaga buhlen unzählige Vermieter um die Gunst der Touristen. Dadurch haben nur die Renommierten einen Standort direkt am Flughafen. Alle anderen sind einige Fahrminuten vom Flughafen entfernt, jedoch bieten alle einen gratis Shuttle an.
Nur kam unser Shuttle nicht. Nach einem Anruf unsererseits ging es dann aber plötzlich schnell. Auch die Fahrzeugübernahme war dann kein Problem mehr.

Auf der Suche nach einem Parkplatz in der Nähe unseres Hostels geschah dann aber das Unglück. Der Fahrer (ich nicht 😉 ) nahm die Kurve in die Parklücke etwas zu eng, das Auto schüttelte heftig, da war noch ein Randstein. Doch wir bemerkten erstmal, dass wir auf einem Behindertenparkplatz standen. Nun gut, wieder raus, in die nächste Parklücke rein. Doch sogleich beim Aussteigen bemerkten wir ein Rauschen. Ein Reifen verlor an Luft. 😛
Glücklicherweise hatte der Ford Focus ein Ersatzreifen im Kofferraum, so konnten wir zur Vermietung zurückfahren. Kurz darauf fuhren wir mit einem nigelnagelneuen Ford Focus wieder in die Stadt rein (er hatte erst 6 Kilometer auf dem Tacho 😀 ).

Ansonsten fand ich Malaga nicht gerade umwerfend. Der Hügel mit dem Castillo de Gibralfaro bietet zwar eine wunderschöne Aussicht und würde wohl auch einen Einblick in die Geschichte der Region ermöglichen, aber nach einem Tag hat man die Stadt gesehen. Wobei wir uns aber vermutlich auch einfach zu wenig informierten, was  man tun könnte. Aber wir mussten ja weiter.

 

Weiterreise nach Ronda

Nach einer Nacht in Malaga ging es weiter Richtung Ronda mit einem kurzen Zwischenhalt in El Burgo, damit wir auf der Reise nicht verhungerten. Die knapp zweistündige Fahrt bewältigten wir anfangs auf einer Autobahn, gewannen dann aber schnell den Eindruck, dass ein Weg dorthin über die Berge bestimmt interessanter wäre.  Dank diesem Umweg kamen wir an El Burgo vorbei, wo wir einen Zwischenhalt einlegten und eine leckere Schinken- und Käseplatte assen. Gestärkt schafften wir dann die restlichen Kilometer bis nach Ronda.

In Ronda hatten wir für eine Nacht ein kleines Airbnb Appartement gebucht, welches eine sehr zentrale Lage hatte. Ronda ist eine kleine Stadt auf 723 M.ü.M. und besticht durch ihre spezielle Lage. Die Altstadt liegt auf einem rundum ziemlich steil abfallenden Felsenplateau und ist durch mehrere Brücken mit dem restlichen Teil der Stadt verbunden.

Die Altstadt Rondas ist sehr schön, die Lage einzigartig und irgendwie ziemlich unwirklich. Ganz genial finde ich die Gärten, bzw. Terrassen, welche die Einwohner in die steilen Felswände hineingebaut haben.

Zum Glück hatte ich mein kleines Stativ dabei, so konnte ich auch in der Nacht brauchbare Fotos schiessen.

Weiterfahrt nach Tarifa via Gibraltar

Nach einer Nacht in Ronda ging es bereits früh weiter nach Gibraltar. Wir haben uns bereits in der Schweiz entschlossen, dass wir nur einen Tagesausflug nach Gibraltar machen werden, dafür in Tarifa zwei Nächte bleiben. Dies schien uns aus zwei Gründen vernünftiger: Gibraltar hat viel zu viele Touristen und in Tarifa konnten wir endlich mal am Strand baden.

Gibraltar ist verdammt crazy. Es fängt bereits beim Einreisen an. Die zweispurige Autokolonne war sehr lange, man sah die Grenze noch gar nicht. Es war aber auch gerade ein Flugzeug gelandet, dann staut es halt schon Mal ein bisschen, da der einzige Weg nach Gibraltar über die Piste des Flughafens führt. Wir parkierten also noch auf der spanischen Seite und fuhren dann mit einem Bus rüber.
Sogleich steuerten wir die Talstation der Bergbahn an, um auf den 426 Meter hohen Berg zu gelangen. Die Berberaffen, welche auf dem ganzen Berg anzutreffen sind, waren anfangs ziemlich amüsant. Aber mir wurden sie sehr schnell zu mühsam. Überall musste man aufpassen, dass nichts geklaut wird…
Zuoberst auf dem Berg ist mir dann auch noch der Polfilter vom Objektiv runtergeflogen, verdammt habe ich mich geärgert. Zum Glück wimmelt es in Gibraltar nur so von Elektronikläden, so konnte ich noch am selben Tag einen Neuen kaufen. In den Einkaufspassagen wimmelte es aber nur so von Menschen. Überwältigt von der Menschenmenge, mussten wir in einem Pub ein Guinness zur Stärkung trinken! 🙂

Fun Fact zum Seitenspiegelbild: Was mich an diesem Bild stört? Wäre ich zwei Sekunden schneller gewesen, wäre der Berg Gibraltars einiges besser zu sehen…

Tarifa

Tarifa ist im Grossen und Ganzen toll! Gar nicht toll war jedoch die Parkplatzsituation. Wir fanden direkt beim Hostel keinen Parkplatz, erst einige Strassen weiter fanden wir Einen. Beim Zurücklaufen merkten wir aber, dass es eben doch etwas weiter weg war, als gedacht. Aber so ging es allen, wie wir später dann sogar vom Mitarbeiter des Hostels erfuhren.
Baden war so semi-optimal, es war zwar grundsätzlich warm, aber der Wind doch auch eher kräftig.
Aber Stopp! Es gab ja auch tolle Dinge, z.B. die schöne Altstadt, die vielen Restaurants, die Waikiki Bar und die Feria! Von der Feria haben wir per Zufall von einem Auslandschweizer erfahren. Das jahrmarktähnliche Fest findet jedes Jahr für eine Woche statt. Und dort ging in einigen Festzelten bis in die frühen Morgenstunden die Post ab.