Nach der durchzechten Nacht an der Feria (siehe Teil 1) ging es am nächsten Morgen weiter nach Sevilla mit einem Zwischenstopp in Jerez de la Frontera, um die Tio Pepe Bodega anzuschauen.

Der Auslandschweizer gab uns nebst der Feria einen weiteren Tipp: Playa Cadiz Tarifa, ein Strand unweit von Tarifa entfernt, bei dem man bei einem guten Kaffee viele Kitesurfer beobachten könne. Leider verpassten wir die richtige Abfahrt, kamen aber an einen ebenso interessanten Ort – die Sanddüne „Duna De Valdevaqueros“. Wenn man die Dünen hochkraxelt, hatte man ebenfalls einen guten Überblick über die Kiter. Leider war der Wind für die Kiter zu flau, daher verweilten wir nicht lange dort, sondern fuhren weiter Richtung Jerez de la Frontera und somit zur Besichtigung der Firma Gonzalez Byass, welche den bekannten Sherry-Wein Tio Pepe produzieren.

Ich fand die Führung nicht allzu interessant, deshalb nutzte ich die Bodegahallen als Spielplatz um Fotos zu schiessen. Leider hatte ich kein Stativ dabei. Dies hätte ich benötigt, da es in den Räumen meistens sehr dunkel war.

 

Sevilla

Die Ankunft in Sevilla hatten wir eigentlich ziemlich genau geplant. Das Auto wird bei einem Park+Ride Parkplatz ausserhalb der Stadt parkiert, dann fahren wir mit dem öV in die Stadt rein und laufen den Rest zum Hostel. Doch der Plan ging schon beim Park+Ride nicht mehr auf. Nachdem wir das Auto bereits abgestellt hatten und zur Metro-Station liefen, sahen wir ein Schild. Das Schild zeigte ziemlich deutlich, dass hier kein Auto über Nacht stehen durfte, ansonsten werde es abgeschleppt.
Aber wo sollten wir es sonst parkieren? Vielleicht nebenan auf einem Kiesplatz, der ebenfalls als Parkplatz angeschrieben war? Das Schild war zwar aus Holz, sah überhaupt nicht professionell aus und Preise oder Bedingungen waren auch nirgends angeschlagen. Aber es standen auch andere Autos dort. Sollten wir das für zwei Nächte riskieren? Wir taten es, aber mit einem ziemlich mulmigen Gefühl. Werden wir es nach zwei Nächten wieder vorfinden?

Sevilla ist eine unglaublich sehenswerte Stadt. Unbedingt anschauen muss man das Alcazar (der riesige, mittelalterliche Königspalast mit mehreren Gärten), das Zentralarchiv (das bedeutendste Archiv Spaniens über die Kolonialzeit – spanisch lesen können ist von Vorteil 😉 ), die Giralda (ursprünglich ein Minarett, heute eine Kathedrale), das Metropol Parasol (eine riesige, begehbare Holzkonstruktion), die Plaza Espana (ein riesiges und imposantes Gebäude).

Nach den beiden strengen Nächten in Sevilla ging es dann am Morgen zurück zum P+R. Das Auto stand ganz alleine auf dem Parkplatz, aber glücklicherweise ohne Einbruchsspuren und ohne Bussenzettel. Nur ein Wein war hinüber, es wurde im Auto so heiss, dass der Wein durch den Korken gepresst wurde. 😛

Nun ging’s weiter nach El Palmar, wo wir ein All Inclusive Package bei einer Surfschule gebucht hatten. Wir freuten uns bereits extrem auf diese Woche Surfen, obwohl noch keiner von uns jemals auf dem Brett stand. 🙂