Zurück in Antigua gingen wir sofort auf Einkaufstour. Wir mussten einiges einkaufen, da wir eine zweitägige Tour auf den Vulkan Acatenango (3’976 M.ü.M.) gebucht haben. Am frühen Morgen gehts von ca. 2’500 M.ü.M. hoch zum Basis Camp auf ca. 3’700 M.ü.M. Am frühen Nachmittag sollten wir dort oben ankommen. Dann werden wir die Zelte aufschlagen und etwas die Aussicht geniessen. Am nächsten Morgen um ca. 4 Uhr werden wir dann geweckt werden, um rechtzeitig oben auf dem Krater für den Sonnenaufgang zu sein. Danach werden wir uns für den Abstieg aufmachen und um Mittag wieder zurück in Antigua sein. Für diese Tour mussten wir vorallem viel Wasser mitnehmen. Empfohlen wurden min. 4.5 Liter. Ich nahm etwas mehr als 5 Liter mit.

Der Aufstieg bestand aus vier Klimazonen. Der erste war der strengste, da der Boden aus sehr weichem Untergrund bestand, was das Laufen sehr streng machte. Rundherum waren Maisfelder. Nach einer Stunde war diese Zone dann jedoch vorbei. Dann kam ein tropischer Wald. Es war jedoch ebenfalls ziemlich streng, da es steil bergauf ging. Als nächstes kam normaler Wald, vergleichbar mit Wäldern bei uns. Die letzte Zone erreichten wir dann kurz vor unserem Basis Camp, die Vulkanzone, wo es dann kaum noch lebende Bäume gibt (siehe Bild unten).

 

Der Aufstieg

Der Aufstieg

Das Basis Camp auf 3'700 M.ü.M.

Das Basis Camp auf ca. 3’700 M.ü.M.

 

Als wir das Basis Camp errichtet hatten, konnten wir den Vulkan Fuego beobachten. Anfangs konnte man ihn jedoch nicht sehen, nur hören. Dafür umso lauter. Die Eruptionen waren echt heftig. Mit der Zeit verschwanden dann jedoch die Wolken und man konnte die Aschewolken auch sehen. Unser Guide erklärte uns, dass man am Tag die Lava nicht sieht, da das Umgebungslicht zu hell sei. Und tatsächlich, in der Nacht sah man immer wieder Lava in den Himmel schiessen. Ein unglaubliches Gefühl so etwas zu sehen.

Der aktive Nachbarvulkan Fuego

Der aktive Nachbarvulkan Fuego

 

Früh ging es ins Bett, damit wir auch wieder früh aufstehen können. Schliesslich stand noch ein eineinhalbstündiger Aufstieg an und um den Sonnenaufgang von zuoberst anzuschauen, mussten wir um 4 Uhr aufstehen. Der Aufstieg war hart, der Aschesand war weich, ähnlich wie wenn man im Tiefschnee laufen würde. Wir wurden aber für unsere Bemühungen vollkommen belohnt. Vom Krater auf 3’976 M.ü.M. hatten wir eine grandiose Aussicht, auch wenn wir keinen perfekten Sonnenaufgang geniessen konnten – zuviele Wolken verdeckten die Sicht.

Ausblick vor dem Sonnenaufgang vom Krater

Ausblick vor dem Sonnenaufgang vom Krater

 

Dann war die Sonne da – ok, es war einfach hell 😉 Die Aussicht war einfach grandios. Jetzt stand aber der Krater Run noch auf dem Plan. Der Krater hat einen Umfang von ungefähr 600 Meter und der muss an einem Stück gerannt werden. Die drei Steigungen auf der Strecke und die dünne Luft machen dies zu einer richtigen Challenge. Aber sie ist machbar, man liegt nachher einfach für fünf Minuten flach. 😉

Aussicht zum Pazifik

Aussicht zum Pazifik

Aussicht zum Atitlan See

Aussicht zum Atitlan See

Heftige Erruption

Heftige Erruption

Der Krater auf 3'976 M.ü.M.

Der Krater auf 3’976 M.ü.M.

Der Abstieg war danach keine grosse Sache mehr. Innerhalb von 30 Minuten waren wir zurück im Base Camp und innerhalb von weiteren zweieinhalb Stunden ganz unten.

Wer in Guatemala Ferien macht, muss unbedingt eine Vulkan-Tour machen. Es gibt viele verschiedene, auch grössere wie diese, aber auch Halbtages-Touren auf kleinere Vulkane – also für jeden etwas dabei. Für diese zweitägige Tour muss die Fitness aber auf jeden Fall gut sein. Und auch unbedingt ein grosser Wille! Aber der ganze Krauftaufwand lohnt sich.

Als Nächstes gings weiter in den Dschungel. 🙂

 

 

Weitere Posts zur Reise “Guatemala, Belize, Mexiko & NYC”:
Part 1: Guatemala City, Antigua und Atitlan See
Part 2: Acatenango Vulkan
Part 3: Dschungel und die Mayas
Part 4: Belize, All Inclusive & NYC