Letztes Wochenende war der Musikverein Diepoldsau-Schmitter in Dublin, Irland. Weil ich in diesem Verein seit Jahren als Euphoniumspieler mitmusiziere, war ich bei dieser Musikreise ebenfalls mit von der Partie. Wir haben das Guinness Storehouse, die Jameson Distillery, die Bibliothek des Trinity Colleges, die St. Patricks Cathedral, den Kiesstrand von Bray, die alte Klostersiedlung Glendalough in den Wicklow Mountains und natürlich auch „The Temple Bar“ – das Ausgangsviertel in Dublin – besucht.

Gleich nach der Ankunft im Hostel ging es zu Fuss durch die halbe Stadt zum Guinness Storehouse. Nach einem sehr leckeren Mittagessen (ein Gulaschgericht verfeinert durch Guinness als Zutat) gab es eine Führung, um die Geschichte von Guinness kenne zu lernen. Leider hatte unser Guide ein ausgesprochen kleiner Wortschatz in der deutschen Sprache. So lernten wir nicht gerade viel. Die zweite Gruppe der Musik hatte aber anscheinend mehr Glück – Hopfen und Malz ist also nicht verloren 😉 Wer auf Nummer sicher gehen möchte, muss wohl an einer englischen Führung teilnehmen. Der Abschluss fand dann auf dem siebten Stockwerk des Storehouses statt. Mit einem Pint of Guinness von der Bar konnte man die Rundum-Aussicht von einem der höchsten Gebäude in Dublin geniessen.

 

Guinness Storehouse Wasserfall

Guinness Storehouse Wasserfall

Guinness Storehouse - a pint of Guinness

Guinness Storehouse – a pint of Guinness

 

Nach dem Abendessen ging es weiter in die „Temple Bar“. So wird in Dublin das Kultur- und Ausgangsviertel genannt. Ohne Livemusik geht nichts in einem Pub. Die Livemusik war meist sehr einfach gestrickt: Ein Sänger mit einer Gitarre und einem Mikrofon und los ging das Konzert. Und die Konzerte hatten es in sich – mitsingen ein Muss. Die Iren können irgendwie von allen Liedern die Lyrics auswendig – crazy!

Toll, wenn es nicht mehr braucht für gute Partylaune.

 

Jake Hallam im Pub "The Auld Dubliner"
The Temple Bar im gleichnamigen Ausgangsviertel in Dublin

The Temple Bar im gleichnamigen Ausgangsviertel in Dublin

Strassenkünstler en masse

Strassenkünstler en masse – Schau dir die Gesichter der Menschen an!

 

Nach einer kurzen langen Nacht ging es dann wieder früh raus, um die nächsten „Attraktionen“ von Dublin anzuschauen. Attraktionen ist in Anführungszeichen, weil Dublin eigentlich keine schöne Stadt ist. Vieles sieht gleich aus, ist alt und verrottet. Dennoch gibt es, geschichtlich gesehen, interessante Attraktionen. So zum Beispiel die Bibliothek des Trinity College oder die St. Patrick’s Cathedral. Allerdings habe ich unserem Guide nicht wirklich zugehört, da ich mich mehr mit dem Fotografieren auseinander setzte.

Bibliothek des Trinity College Dublin

Bibliothek des Trinity College Dublin

St. Patrick's Cathedral

St. Patrick’s Cathedral

Am Nachmittag des zweiten Tages marschierten wir musizierend durch eine Einkaufsstrasse in der Innenstadt. Das anschliessende Ständchen wurde dann aber nach einigen Stückchen abrupt von eine Polizei-Patrouille unterbrochen. Sie gewährten uns aber noch eine Zugabe. 😉

Nach einer kurzen Verpflegung ging es weiter zur Jameson Distillery. Die Führung war eine reine Show, in der man die einzelnen Produktionsschritte erklärt bekommen hat. Im Grossen und Ganzen interessant gestaltet, aber es glich doch sehr einer Massenabfertigung. Wir verweilten dann jedoch im Shop, um den einen oder anderen Whiskey zu probieren und dann auch zu kaufen.

Auf dem Nachhauseweg in das Hostel kamen wir dann an der Ha’penny Brücke vorbei, wo ich noch einen Schnappschuss machen musste. Die scharfen Bilder der Brücke wirken jedoch sehr trist, daher wählte ich ein unscharfes aus. Ich weiss, dass solche Fotos sehr wenigen gefallen, mir jedoch umso mehr (siehe Unsharp Village).

Ha'penny oder offiziell Liffey Bridge - eine reine Fussgängerbrücke

Ha’penny oder offiziell Liffey Bridge – eine reine Fussgängerbrücke

 

Am Samstag ging es dann Richtung Süden zu den Wicklow Mountains via Bray. In Bray konnten wir den fehlenden Schlaf am Kiesstrand nachholen. In den Wicklow Mountains haben wir dann die alte Klostersiedlung von Glendalough besucht.

 

Bay of Bray

Bay of Bray

Glendalough

Glendalough

Glendalough

Glendalough

Am Abend spielten wir in einer Vorstadt zusammen mit einer lokalen Musikgruppe. Das Publikum bestand vor allem aus Angehörigen der lokalen Musikgruppe. Dennoch war das Konzert grandios und war ein grandioser Abschluss für die Musikreise in Dublin.